Der Datenschutz in Sozialen Medien: Worauf Unternehmen achten sollten.

Soziale Medien privat nutzen — das macht fast jeder. Doch auch Unternehmen versuchen, von den Netzwerken zu profitieren: Ein Großteil von ihnen setzt beispielsweise Facebook, Twitter und co. als Marketing Plattform ein. Eine schnelle und einfache Lösung, Nähe zu Kunden und Interessenten zu schaffen. Dass dies nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch sein kann, zeigt Ihnen die Geschichte eines Unternehmers – wir nennen ihn Georg.

Datensicherheit in Sozialen Medien

Dislike für „Gefällt mir“

Georg ist Inhaber und Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens — der XY GmbH. Er hat sie erst vor kurzem gegründet und ist dabei, neue Kunden zu gewinnen. Er hat auch in eine tolle Website investiert, um die Bekanntheit seiner Firma zu steigern. Bei der Internet-Recherche hat George gemerkt, dass viele Webseiten mit einem „Gefällt mir“-Button ausgestattet sind. „So etwas brauche ich auch“, denkt sich Georg.

Er legt schnell ein Facebook-Profil für seine Firma an und stellt da sein Unternehmen und seine Leistungen vor. Ein paar „Gefällt mir“-Angaben hat Georg schon geerntet. Und auf seiner Website findet sich ganz oben ein Button, mit dem die Besucher mit nur einem Klick zeigen können, wie toll sie Georgs Firma finden.

Die Facebook-Fan-Zahlen klettern immer weiter in die Höhe. XY ist nun fest in den sozialen Medien verankert. Doch eines Tages bekommt Georg einen Brief von der Verbraucherzentrale. „Abmahnung“ steht in großen Buchstaben über dem Schreiben. Der Grund: Die 1-Klick-Lösung auf Georgs Homepage ist nicht datenschutzkonform. Der Button muss auf das Double-Opt-In-Verfahren umgestellt werden, sonst komme es zur Anzeige.

2 Klicks zur richtigen Datensammlung

Was steckt hinter der Abmahnung? Dadurch, dass der „Gefällt mir“-Button auf der Internetseite in einer 1-Klick-Lösung eingebettet ist, kann Facebook automatisch die Daten von allen Besuchern sammeln. Selbst von denen, die kein Profil in dem Netzwerk haben. Dies widerspricht den deutschen Datenschutzstandards: Die Besucher müssen zustimmen können, ob ihre Daten gesammelt werden dürfen oder nicht. Bei dem 2-Klick-Verfahren ist genau das der Fall: Der erste Klick ist die Einwilligung zur Datenübertragung, der zweite sendet das „Gefällt mir“.

Keine Geschichte ohne Moral

Die Geschichte von Georg und seiner Firma ist ausgedacht, beruht jedoch auf echten Fällen. Sie zeigt: Im Umgang mit sozialen Medien ist Vorsicht gefragt. Besonders in Ihrem Unternehmen sollen Sie darauf achten, dass alles dem Datenschutz entspricht. Die Vorgaben der diversen Netzwerke sind nicht komplett an deutsches oder EU-Recht angeglichen. Und wird dieses Recht nicht eingehalten, so kann es wie im Fall von Georg zu Abmahnungen oder Klagen kommen.

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